Das Grainauer Rathaus - Ihr Ort für Informationen

Biber im Huberpark


Biberaktivität

Ohne Zweifel haben viele von Ihnen die beeindruckenden Bauaktivitäten eines (oder mehrerer) Biber im Huberpark beobachtet. Durch den Bau eines Dammes ist es ihm gelungen, das Wasser im Krepbach so hoch zu stauen, dass der Weg zum Lehrbienenstand sowie der Grund westlich vom Krepbach kurzfristig überschwemmt wurden. Die Biberaktivitäten wurden einerseits mit Begeisterung, andererseits mit Sorge betrachtet. Aufgrund der vielen Fragen wird im Folgenden die weitere Vorgehensweise erklärt, welche während einer Besprechung vor Ort mit der Gemeindeverwaltung, Bauhofleitung, Biberberaterin, Landratsamt, Förster und Bund Naturschutz beschlossen wurde.
Der limitierende Faktor für die Stauhöhe ist ein Entwässerungsrohr, das bei der Loisachstraße Regenwasser in den Krepbach leitet. Der vorherige Biberdamm wurde entfernt, weil er Rückstau in diesem Rohr verursachte, was bei starken Regen Probleme für Anlieger verursachen könnte. Das Entwässerungsrohr soll immer frei bleiben, damit die öffentliche Sicherheit gewährleistet ist.
Der Biber, seine Burg und der Damm, der seine Burg schützt, sind streng geschützt. In diesem Fall hat der Biber jedoch den Damm nicht gebaut, damit der Burgeingang geschützt ist, sondern um sein Ernährungsgebiet im Huberpark auszuweiten. Die Grainauer Gemeindeverwaltung möchte jedoch dem Biber im Huberpark eine Chance geben und prüft jetzt, ob die Biberaktivitäten mit der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit vereinbar sind.
Weil das Gefälle des Krepbachs äußerst gering ist, kann das Wasser nur wenig gestaut werden, ohne zu viel Rückstau zu verursachen. Zurzeit wird der Einbau von einer sogenannten „Biberdamm-Drainage“ erwogen, mit dem Ziel, das Wasserniveau auf einem akzeptablen Stand zu regulieren. Weiter werden wertvolle Bäume sowie Bäume, welche die öffentliche Sicherheit gefährden könnten, mit Drahthosen aus Estrichgitter geschützt. Falls Sie Äste oder gefällte Bäume am Ufer sehen, wurden diese dort gezielt als Biberfutter hinterlassen, in der Hoffnung, dass der Biber weniger gesunde Bäume für seine Nahrung fällen muss.
Wir bitten jeden, kein Holz vom Bach zu entfernen oder hinzuzufügen, weil die Bauaktivitäten des Bibers jetzt genau beobachtet werden.
Falls alles klappt, könnte diese Stelle eine Möglichkeit bieten, Biberaktivitäten aus nächster Nähe zu beobachten und vielleicht durch geringe Überschwemmungen extra Laichplätze für Amphibien zu schaffen. Falls trotz bester Absichten eine Biberdamm-Drainage nicht funktioniert, bitten wir um Verständnis, dass der Biberdamm zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit dauerhaft entfernt werden muss.
Anlieger des Krepbachs, welche die Bäume auf ihren Privatgrundstücken schützen möchten, können gerne eine E-Mail an Biberberatung@hotmail.com senden. Eine bestimmte Menge Estrichmatten wird zur diesem Zweck gratis zur Verfügung gestellt.