Grainau - das Zugspitzdorf, © Gemeinde Grainau

Fett nicht in den Ausguss


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Fette und Abfallreste über den Ausguss entsorgt verursachen hohe Kosten

Keine Fette und Öle in den Abfluss!

Wohin mit dem Pfannenfett bzw. Bratenfett, dem Fett aus der Fritteuse oder was macht man mit Öl das ranzig geworden ist und einfach nicht mehr schmeckt? 
Kann man das einfach in den Ausguss kippen oder gar über die Toilette entsorgen? Diese Fragen müssen vehement verneint werden. 
Zum einen ist der Abguss meist aus Plastik und hohe Temperaturen können dazu führen, dass dieser beschädigt wird oder sich gar gänzlich zersetzt, zum anderen verschmutzen gerade diese Fette das Abwasser erheblich. Zusätzlich, und dies ist das größte Problem, verkleben und verstopfen nicht nur die kommunalen Abwasserleitungen, sondern auch die Hausabwasserleitungen. 
Dadurch kann es ganz schnell passieren, dass ein Abwasserrohr im Haus bricht und der Schaden ist dann natürlich erheblich. Aber auch die kommunalen Abwasserkanäle leiden unter der falschen Entsorgung der Fette. 
Hier kommt es zu erheblichen Ansammlungen von Fettresten, die sich als Klumpen in den Kanälen festsetzen. Dies greift die Abwasserkanal-Anlage massiv an und es entstehen erhebliche Kosten, um diese Fettablagerungen zu beseitigen.

Keine Abfallreste in den Abfluss!

Sollten sie zu den Fetten und Ölen auch noch Abfallreste oder gar Zigarettenstummel o.ä. über den Ausguss entsorgen, so lagern sich diese Reste direkt an das bereits im Kanal befindliche Fett an.
Hierdurch entstehen innerhalb kürzester Zeit enorme Ablagerungen in den Rohren und verstopfen diese. Im schlimmsten Fall führt dies, wie bereits heuer in Grainau geschehen, zu Rohrbrüchen.
Die dadurch entstandenen hohen Kosten trägt die Gemeinde. Was zur Folge hat, dass die Abwassergebühren entsprechend erhöht werden. Bei einem eindeutigen Nachweis, können die Kosten jedoch auch auf den Verursacher bzw. den Haushalt zukommen.

Wohin mit den Fett- und Abfallresten?

Bei kleineren Mengen empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Lassen Sie das Öl oder Fett in der Pfanne kalt werden und wischen sie es im Anschluss mit einem Küchentuch aus. Bei größeren Mengen, wie zum Beispiel bei einer Fritteuse, geben sie das erkaltete Fett in eine Plastiktüte und verschließen diese. 
Beide, sowohl die fettigen Küchenpapiertücher als auch die mit Fett gefüllten Plastiktüten, können über den Restmüll entsorgt werden.
Der Wertstoffhof nimmt ebenfalls Speisefette- und öle entgegen. Hier bringt man die Fette in einem verschlossenen Behältnis und entleert dann das Fett in eine Tonne. Die Mitarbeiter sind ihnen dabei gerne behilflich. 
Nicht über den Restmüll dürfen Motorenöle sowie Getriebefette und -öle entsorgt werden. Die können bei der Sondermüllsammlung abgegeben werden. Abfallreste und ähnliches gehören selbstredend in die Restmülltonne. 
Bitte unterstützen sie uns in dieser Sache, da es nicht nur uns, sondern auch ihnen Kosten erspart. 

Tipp!
Schauen Sie sich das Merkblatt „Abwasser - Merkblatt über das Einleiten in den Kanal“ an - hier erhalten Sie alle Informationen was nicht in das Abwasser darf. 

Bild unten: Fettablagerungen in den Abwasserkanälen. Deutlich sichtbar die dicke weiße Fettschicht

Abwasserkanal mit Fettablagerungen

Bild unten: Abwasserkanal mit Ablagerungen von Abfall- und Unratresten, die zu ungewollten Verstopfungen führen 

Abwasserkanal mit Ablagerungen